Gegründet 1947 Dienstag, 18. Juni 2019, Nr. 138
Die junge Welt wird von 2198 GenossInnen herausgegeben
25.09.2009 / Inland / Seite 8

»Man darf nicht dulden, daß zum Mord aufgerufen wird«

Protestkundgebung in Düsseldorf gegen ein Konzert des schwulenfeindlichen Sängers »Elephant Man«. Ein Gespräch mit Florian Kaiser

Gerrit Hoekman
Florian Kaiser ist Vorstandsmitglied im Freien Zusammenschluß von StudentInnenschaften (fzs), dem deutschen Dachverband der Studierendenvertretungen

Am heutigen Freitag findet vor der Rheingoldhalle in Düsseldorf eine Kundgebung gegen ein Konzert des jamaikanischen Sängers »Elephant Man« statt. Warum?

Der Künstler gehört der »Dancehall«-Szene an. Er verwendet in seinen Songs homophobe und sexistische Textpassagen. Beispiel: »Genieße unseren Tanz und verbrenne einen Schwulen. Tritt auf ihm rum wie auf alten Kleidern. Genieße unseren Tanz und zertrete einen Schwulen.«

Das hört sich übel an. Was für ein Publikum geht zu solchen Konzerten?

Ich vermute, daß sich die Mehrheit der Besucher gar nicht über die Texte im klaren ist und sich allein für die Musik interessiert. Bei »Dancehall« gibt es aber noch mehr Künstler dieser Art –»Battyman Tunes« etwa.

Handelt es sich bei der Musik von »Elephant Man« um Reggae?

»Dancehall« ist eine eigene Stilrichtung. Auf...


Artikel-Länge: 3879 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €