19.09.2009 / Fotoreportagen / Seite 4 (Beilage)

Nigeria im Kampf gegen die Kinderlähmung

Impfkampagne erleidet immer wieder Rückschläge. Fotoreportage von Sunday Alamba

Katy Pownall und Maria Cheng (AP)
Nigeria hat seit sechs Jahren mit einer neuen Welle von Polio-Infektionen zu kämpfen. Ein wesentlicher Grund dafür ist eine Kampagne von Imamen im muslimischen Norden des Landes. Hinter den von der Weltgesundheitsorganisation WHO propagierten Schluckimpfungen gegen die Kinderlähmung vermuteten sie ein Komplott des Westens und erklärten im Jahre 2003, damit sollten Muslime unfruchtbar gemacht oder mit dem AIDS-Erreger infiziert werden. Ein Jahr später hatte sich die Zahl der neu an Polio erkrankten Kinder in Nordnigeria von 355 auf 792 mehr als verdoppelt. Nachdem sich die Opferzahl 2008 in Afrikas bevölkerungsreichstem Land nochmals verdreifacht hatte, änderte sich die öffentliche Meinung, und einige muslimische Würdenträger unterstützen heute die Impfkampagne.

Yusuf Umar hat sich dem Kampf gegen die tückische Krankheit verschrieben. Der 43jährige wurde durch die Virusinfektion selbst zum Krüppel. Er kann seine Beine nicht mehr benutzen und stemmt sich m...

Artikel-Länge: 3574 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe