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11.09.2009 / Inland / Seite 5

Bologna fällt durch

Bilanz zehn Jahre nach Unterzeichnung europäischer Hochschulreform: Arbeiterkinder bleiben außen vor. Mehr psychische Erkrankungen und höhere Abbrecherquoten

Ralf Wurzbacher
In den Ansätzen vielversprechend, in der Ausführung ungenügend – so lautet die Zwischenbilanz der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zum zehnjährigen Bestehen der europäischen Studienstrukturreform. Die sogenannte Bologna-Erklärung war am 19. Juli 1999 durch seinerzeit 29 europäische Bildungsminister unterzeichnet worden. Eine Dekade danach plädierte die Gewerkschaft am Donnerstag für einen »radikalen Kurswechsel« des Projekts, ohne dieses jedoch grundsätzlich in Frage zu stellen. Andreas Keller, für Hochschulen zuständiges Vorstandsmitglied, konstatierte während der viertägigen GEW-Wissenschaftskonferenz »Endstation Bologna?« in Bad Wildbad im Schwarzwald: »Nicht Bologna ist gescheitert, sondern der deutsche Weg der Umsetzung« durch die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern.

Was alles an hiesigen Hochschulen im argen liegt, geht aus einer von Keller vorgestellten Expertise hervor, die im Auftrag der Max-Traeger-Stiftung zur »wi...

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