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03.09.2009 / Ausland / Seite 7

»Geschenk Gottes«

Riesiges Ölfeld vor Brasiliens Küste. Regierung will Staat zum Eigentümer machen und stößt dabei auf Widerstand

Andreas Knobloch
Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat am Montag ein Gesetzesprojekt zur Ausbeutung riesiger Erdölvorkommen vor der Südostküste Brasiliens verkündet. Die entdeckten Reserven seien ein »Geschenk Gottes«, um das sich der brasilianische Staat wie eine »Mutter« kümmern werde. Der 31. August 2009 sei ein neuer Unabhängigkeitstag Brasiliens. Doch nicht alle sehen Lulas Gesetzesinitiative genauso euphorisch. Denn vor allem geht es um viel Geld, Macht und Einfluß.

Staat vor privat

Vier Projekte möchte die Regierung vom Parlament im Schnellverfahren absegnen lassen. Damit sollen neben der künftigen Rolle des staatlichen Erdölkonzerns Petrobras bei der neu auszurichtenden Erdölförderung und den zu tätigenden Investitionen für die Tiefseebohrungen, die Erschließung und Förderung der neuen Ölfelder auch die Beteiligung ausländischer Unternehmen sowie die Gründung eines neues Staatsunternehmens namens Petrosal geregelt werden.

Die Initiative sieht vor, de...

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