31.08.2009 / Inland / Seite 4

Berliner Hausprojekt vor der Räumung?

Geschäftsführer des Unnaer Kinderschutzbundes will Familien vor die Tür setzen

Markus Bernhardt
Verstärkt kommt es in jüngster Zeit im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zur Verdrängung alteingesessener Bewohner und alternativer Hausprojekte. Neustes Opfer der unter dem Stichwort Gentrifizierung bekanntgewordenen angeblichen Aufwertung der Bezirke könnte nunmehr ein ehemals besetztes Haus in der Liebigstraße 14 werden.

Bereits 1992 erhielten die Bewohner des dortigen Hauses, welches zwei Jahre zuvor besetzt worden war, Einzelmietverträge. Diese wurden jedoch im Frühjahr 2007 durch die Eigentümergesellschaft LiLa GbR gekündigt. Zwischen April 2008 und März 2009 verloren die Mieter alle gegen die Kündigungen gerichteten Prozesse in erster Instanz. Vier der insgesamt neun Wohnungskündigungen wurden bereits zweitinstanzlich bestätigt. Am 8. September (9.30 Uhr, Littenstraße 2–11, Saal 3123) soll vor dem Berliner Landgericht über die Zukunft von vier weiteren Mietverhältnissen verhandelt wer...

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