29.08.2009 / Inland / Seite 4

Solidarität mit Babylon-Beschäftigten

»Mayday-Bündnis« fordert Tarifverhandlungen. Linkspartei hat Kommunikationsproblem

Florian Möllendorf
Etwa 100 Menschen versammelten sich am Donnerstag abend auf dem Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte, um den Kampf der Beschäftigten des Kinos Babylon für einen Tarifvertrag zu unterstützen. Das »Mayday-Bündnis« Berlin hatte zu einer »Videokundgebung« vor dem Filmtheater aufgerufen. In mehreren Redebeiträgen wurden die schlechten Arbeitsbedingungen in dem Lichtspielhaus kritisiert. Die Aktivisten forderten die Geschäftsführer des Kinos auf, endlich über einen Tarifvertrag zu verhandeln.

Anfang Juni hatte die anarchosyndikalistische Gewerkschaft Freie Arbeiterinnen und Arbeiter Union (FAU) dem Management des Traditionshauses einen Entwurf für einen Haustarifvertrag vorgelegt. Darin fordern die Beschäftigten unter anderem höhere Löhne und die Umwandlung aller befristeten in unbefristete Verträge. Bislang weigert sich die Geschäftsführung jedoch zu verhandeln. Deshalb ruft die FAU seit Mitte Juli zum Boykott de...

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