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25.08.2009 / Feuilleton / Seite 13

Überwachen von unten

Wirtschaft als das Leben selbst

Helmut Höge
Statt im Übergang von der Disziplinar- zur Kontrollgesellschaft bloß darüber zu klagen, daß die Überwachung zunimmt – also mehr Telefongespräche abgehört, Briefe und Emails kontrolliert sowie öffentliche Orte unter Videobeobachtung gestellt werden –, fangen die Bürger nun selbst an zu überwachen: Hier richtet einer seine Videokamera als Vogelhäuschen getarnt auf die Fenster seiner Nachbarin, die gerne nackt herumläuft. Dort bohrt einer ein Loch in seinen Fußboden und nimmt die nächtlichen Gespräche des unter ihm wohnenden und sich mit schweinischen Wörtern erregenden Ehepaars auf.

Beliebter wird mit dem Mobbing auch das Abhören von Kollegengesprächen mittels zweier Handys. So eine Neugier stößt nicht immer auf Gegenliebe. Als zwei Studentinnen der FU Berlin beschlossen, ihre Abschlußarbeit im Fach »Kommunikation « über »Gespräche am Nebentisch « zu schreiben, bat ich sie, vorher ein paar Tage im Nobellokal Borchardt zu üben – und anschl...

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