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20.08.2009 / 73 / Seite 15

Asiens Wassertürme

Die vielleicht verheerendste Auswirkung der globalen Erwärmung auf die menschliche Zivilisation ist die Gletscherschmelze im Himalaja. Sie zwingt zu Kooperation

Tomasz Konicz
Im Jahr 1962 führten China und Indien einen erbitterten Grenzkrieg im Himalaja, der die Beziehungen beider Staaten auf Jahrzehnte vergiftete. Inzwischen nötigt der auch in diesem Hochgebirgssystem rasant voranschreitende Klimawandel die früheren Konkurrenten zur Kooperation. Der indische Umweltminister Jairam Ramesh erklärte in der Financial Times aus London vom 3. August, daß Indien und China die immer schnellere Gletscherschmelze künftig zusammen überwachen werden. Sie spielt eine zentrale Rolle für die Wasserversorgung beider Länder. Wissenschaftliche Institutionen beider Staaten werden den Zustand dieser »Wassertürme Asiens«, so Ramesh wörtlich, ermitteln. Die indische Regierung halte keine Informationen über die Wasserressourcen der Region zurück, beteuerte der Umweltminister.

Ansonsten vertrat Ramesh die offizielle Position seiner Regierung: Wissenschaftler, die zu dem Ergebnis kommen, daß die Gletscher des Himalaja binnen weniger Jahrzehnte aufgru...

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