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13.08.2009 / 73 / Seite 15

»Wer zahlt, schafft an«

Umsatz, Umsatz über alles: Ein Publizist hat sich gegenüber Ärzten und Medikamentenherstellern als Pharmavertreter ausgegeben. Gespräch mit Hans Weiss

Reinhard Jellen
Hans Weiss wurde 1950 in Hittisau/Österreich geboren, studierte Psychologie und Soziologie u.a. in Wien und Cambridge, arbeitete für Spiegel, Zeit, ORF, erhielt 2004 den Bruno Kreisky-Preis für das politische Buch. Für »Korrupte Medizin – Ärzte als Komplizen der Konzerne«, erschienen im November bei Kiepenheuer & Witsch (272 Seiten, 18,95 Euro), hat er sich eine »respektable Identität als Pharma-Consultant« aufgebaut (Verlagsangaben) und wurde von Ärzten und Medikamentenherstellern ins Vertrauen gezogen. Weiss’ Recherchen haben ergeben, daß das deutsche Gesundheitswesen in hohem Maße an den Interessen der Pharmalobby ausgerichtet ist – mit drastischen Folgen für die Patienten.

Wie viele Menschen leiden in Deutschland an Nebenwirkungen von Pharmaprodukten und wie viele sterben daran?

Beim Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte werden jährlich 15000 bis 17000 schwere Arzneimittel-Nebenwirkungen gemeldet – davon verlaufen etwa...

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