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04.08.2009 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Nicht genug Reis für alle

Hungertote und Unterernährung: Besonders Bauern betroffen. Indiens Opposition thematisiert Nahrungsmittelversorgung auf Subkontinent

Thomas Berger
Indien wird von einem alten Problem eingeholt – der Ernährung seiner inzwischen auf mehr als eine Milliarde Menschen angestiegenen Bevölkerung. Nach Oppositionsangaben sind in den zurückliegenden vier Jahren mindestens 4800 Menschen in der aufstrebenden Wirtschaftsmacht verhungert. Die Mitte-Links-Regierung in Delhi, die bei den Wahlen im April eindrucksvoll bestätigt worden war, habe es versäumt, etwas gegen die steigenden Preise für Grundnahrungsmittel zu tun, lautet der dieser Tage erhobene Vorwurf. Die oppositionelle Bharatiya Janata Party (BJP) versucht, aus dem unzweifelhaft vorhandenen Problem jetzt politisches Kapital zu schlagen.

Es war BJP-Vizepräsident Mukhtar Abbas Naqvi, der jetzt diese Zahl in Umlauf brachte und zugleich davon sprach, daß die Dunkelziffer noch deutlich höher liege und wahrscheinlich bei bis zu 20000 Todesfällen durch Hunger in diesem Zeitraum anzusetzen sei. Der Politiker, muslimisches Aushängeschild der hindunational...

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