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04.08.2009 / Ausland / Seite 6

Siedler ziehen ein

Vertreibungen palästinensischer Familien aus Ostjerusalem halten an

Karin Leukefeld
Trotz scharfer internationaler Kritik setzt Israel seine Politik der Vertreibung von Palästinensern aus Ostjerusalem fort. Am Sonntag traf es die Familien Hanoun und Al-Ghawe, die seit mehr als 50 Jahren in Sheik Jarrah im arabischen Teil Jerusalems wohnten. Israelische Polizei drang in deren Häuser ein und schleppte die Bewohner heraus. Ausländische und israelische Aktivisten, die zur Unterstützung gekommen waren, wurden gewaltsam abgedrängt. Unmittelbar darauf erschienen israelische Siedler, die die Möbel der Familien ausräumten und anschließend unter Polizeischutz in die beiden Häuser einzogen.

Palästinensische Nachbarn, Friedensaktivisten und Medienvertreter waren durch weiträumige Absperrungen vom Schauplatz ferngehalten worden. Augenzeugen zufolge wurden die Möbel der Betroffenen später auf eine Straße geworfen. Eine alternative Unterkunft erhielten die insgesamt 50 Vertriebenen nicht. Es handele sich um einen »ganz normalen Rechtsstreit«, erklärte...

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