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04.08.2009 / Ausland / Seite 7

Verscharrt auf Polizeigelände

Paraguay: Fund bestätigt Massenmord durch die Stroessner-Diktatur

Natalia Ruiz Díaz (IPS), Asunción
Zwanzig Jahre nach dem Ende der Stroessner-Diktatur wurde in Paraguay das erste geheime Grab mit Überresten von mindestens zwei Regimekritikern gefunden. Die Knochenreste waren am 23. Juli auf dem Grundstück einer Sondereinsatzstelle der Polizei im Hauptstadtviertel Bañado Tacumbú geborgen worden. Auf die Spur des Geheimgrabs hatte die Ermittler ein ehemaliges Mitglied der Sicherheitspolizei gebracht.

Menschenrechtler und Opferverbände feiern die Entdeckung als entscheidenden Schritt, um das ganze Ausmaß der während der Diktatur (1954–1989) begangenen Verbrechen zu dokumentieren. Bisher hatte sich diesbezüglich wenig getan. Der juristische Apparat zeigte kaum Interesse an einer Aufarbeitung. 1990 gab es genau einen Richter, der nicht Mitglied von Stroess­ners Colorado-Partei war. Zwischen 1989 und 2006 wurden bei paraguayischen Gerichten zwar 3583 Klagen gegen Menschenrechtsverbrechen eingereicht, doch es kam nur zu einigen wenigen Urteilen gegen P...

Artikel-Länge: 3719 Zeichen

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