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03.08.2009 / Ausland / Seite 6

Dunkle Wolken über der Fatah

Erste Konferenz der palästinensischen Organisation seit 20 Jahren

Helena Cobban (IPS), Washington
Es ist die erste Konferenz seit zwanzig Jahren, zu der die Palästinenserorganisation Fatah am Dienstag in Bethlehem zusammenkommt. Und die Voraussetzungen für sie sind denkbar schlecht. Das vor allem wegen der Rahmenbedingungen – was die Sache der Palästinenser betrifft, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten nichts zum Besseren entwickelt. Dementsprechend massiv ist die Parteiführung zerstritten.

Auf der einen Seite steht der Präsident der palästinensichen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, auf der anderen der Fatah-Mann der ersten Stunde Faruk Kaddoumi. Dieser hatte nach den Friedensgesprächen mit Israel in Oslo im Jahre 1993 die Rückkehr in die besetzten Gebiete verweigert, und holte nun in der jordanischen Hauptstadt Amman zu einem kapitalen Schlag gegen Abbas aus. Mitte Juli beschuldigte er diesen, sich mit den USA und Israel zusammengetan und seinen 2004 verstorbenen Vorgänger Yassir Arafat vergiftet zu haben.

Der Zwist zwischen Abbas und Kadd...



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