30.07.2009 / Ausland / Seite 8

»Über die Wurzeln des Konflikts wird nicht geredet«

Regierung Kolumbiens versteift sich auf militärische Lösung gegenüber der Rebellenorganisation FARC. Gespräch mit Sergio Salazar

Johannes Schulten
Sergio Salazar (27) ist Mitglied der nationalen Koordination der Jugendorganisation der kolumbianischen Linkspartei Polo Democrático Alternativo.

Seit Jahrzehnten kämpft die kolumbianische Rebellenorganisation FARC gegen den reaktionären Staatsapparat. Ist eine friedliche Lösung noch denkbar?

Mein Land durchlebt momentan einen bewaffneten Konflikt von historischem Ausmaß, die Regierung von Álvaro Uribe Vélez setzt alternativlos auf eine militärische Lösung des Konflikts mit der Guerilla. Das spiegelt sich nicht zuletzt in den beträchtlichen Investitionen in den staatlichen Sicherheitsapparat wider. Gleichzeitig wird die Neoliberalisierung großer Teile der Gesellschaft massiv vorangetrieben. Zur Zeit leben 68 Prozent der Bevölkerung in Armut.

Uribes Vorgänger Pastrana – ebenfalls ein Konservativer – hatte 2002 versucht, mit der FARC in den Dialog zu kommen.

Dieser Versuch ist gescheitert. Pastrana redete zwar viel vom Frieden, trieb aber dennoc...

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