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21.07.2009 / Titel / Seite 1

Tod am Checkpoint

Rüdiger Göbel
Wieder haben deutsche Soldaten auf afghanische Zivilisten geschossen. Während Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag vor dem Reichstag die Truppe im Rahmen eines öffentlichen Gelöbnisses lobte, mußte die Staatsanwaltschaft Potsdam die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen Hindukusch-Krieger prüfen. Bundeswehrsoldaten haben demnach am Sonntag gegen 16 Uhr Ortszeit an einem Kontrollpunkt bei Kundus in Nordafghanistan auf einen Minivan gefeuert und dabei mindestens einen unbewaffneten Jugendlichen getötet. Zwei weitere Zivilpersonen wurden demnach schwer verletzt. Der Gouverneur von Kundus, Mohammad Omar, sprach am Montag sogar von drei Getöteten.

Das Verteidigungsministerium verbreitete über den Tathergang, der Fahrer des Wagens habe nicht auf Warnschüsse reagiert und sei »mit hoher Geschwindigkeit« auf die Soldaten zugerast. Diese hätten von einem Angriff ausgehen müssen und »rechtmäßig« auf das Fahrzeug geschossen. Gouverneur Omar erklärte ...

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