20.07.2009 / Thema / Seite 10

Die Reformlüge

Hintergrund: Die Automobilindustrie will mit Elektromotoren und Hybridfahrzeugen aus der Krise. Den Strom für die neuen Autos liefern nach wie vor herkömmliche Kraftwerke

Winfried Wolf
Die Autoindustrie befindet sich weltweit in der tiefsten Strukturkrise ihrer gut 100jährigen Geschichte. Eine im Sommer 2009 durchgeführte Umfrage bei 45 internationalen Herstellern ergab, daß diese im Durchschnitt je produziertem Auto 1800 Euro Verlust machen. 35 Prozent der Weltproduktionskapazitäten liegen derzeit brach – trotz Abwrackprämien, die es aktuell in einem Dutzend Ländern gibt. Die Einbrüche könnten also 2010 nochmals größer werden. Generell rechnen die Experten damit, daß erst 2014 wieder das Fertigungsniveau des Jahres 2007 erreicht werden kann – trotz eines in China und Indien anhaltenden und von den dortigen Regierungen geförderten Pkw-Kaufbooms. Dabei haben sie ein neues Hochschnellen des Ölpreises nicht einkalkuliert, zu dem es kommen wird, wenn die Weltwirtschaftkrise überwunden worden ist. Unter diesen Bedingungen strukturiert sich die Branche um und versucht, eine Art neues Geschäftsmodell zu entwickeln.

Am 10. Juli ver...

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