14.07.2009 / Inland / Seite 8

»Er setzt Leiharbeiter ein und verweigert das Gespräch«

Beschäftigte einer Privatklinik seit Wochen in unbefristetem Streik. Eigentümer findet Tarifverträge unzeitgemäß. Gespräch mit Volker Hoppmann

Claudia Wangerin
Volker Hoppmann ist Sekretär der Gewerkschaft ver.di im Fachbereich Gesundheit und soziale Dienste im Bezirk Herford-Minden-Lippe in Nordrhein-Westfalen

Die Beschäftigten der »Lippischen Nervenklinik Dr. Spernau« sind bereits am 30. April in den Streik getreten und fordern einen Tarifvertrag. Wie ungewöhnlich ist der tariflose Zustand für Klinikbeschäftigte?

Das ist die Ausnahme. Allerdings handelt es sich hier um eine relativ kleine Privatklinik mit rund 100 Beschäftigten. Aber sie übernimmt einen Teil der Akutversorgung in der Region, nämlich den psychiatrischen Teil. Die anderen Krankenhäuser in der Region haben alle öffentliche Träger.

Wie groß ist die Lohndifferenz im Vergleich zu tariflich bezahltem Pflegepersonal?

Da die Arbeitsverträge individuell ausgehandelt sind, verdienen die Mitarbeiter der Lippischen Nervenklinik bei gleicher Qualifikation 250 bis 400 Euro weniger als die tariflich bezahlten Mitarbeiter anderer Krankenhäuser. Wie viel wenige...

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