10.07.2009 / Titel / Seite 1

Bundeswehr kapituliert

Jana Frielinghaus
Es war ein Rückzug mit Ansage. Bereits zu Pfingsten hatten mehrere Zeitungen unter Berufung auf »hochrangige CDU-Politiker« berichtet, das Bundesverteidigungsministerium werde noch vor der Bundestagswahl seine Pläne aufgeben, das »Bombodrom« als Luft-Boden-Schießplatz zu nutzen. Nun ist es endgültig klar: Die Bundeswehr verzichtet auf die geplante militärische Nutzung des 142 Quadratkilometer großen Areals in Nordbrandenburg. Seit 1994 hatten sich Bürgerinitiativen aus der Mark, aber auch aus den angrenzenden Regionen Mecklenburg-Vorpommerns nicht nur mit Ostermärschen und anderen Aktionen, sondern insbesondere vor Gericht gegen das »Bombodrom« gewehrt.

Nach 27 juristischen Niederlagen der Bundeswehr räumte Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) am Donnerstag ein, man habe anerkennen müssen, daß »eine Realisierung von Wittstock für die Bundeswehr nicht mehr möglich ist«. Die Luftwaffe werde die auf dem Gelände des bis 1992 von der sowjetische...

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