Der Schwarze Kanal
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09.07.2009 / Inland / Seite 8

»Stereotype zum Islam und zu Muslimen werden verfestigt«

Nach dem Mord im Dresdener Gericht: Medien und Politik tun sich schwer, Ursachen zu benennen. Ein Gespräch mit Sabine Schiffer

Markus Bernhardt
Dr. Sabine Schiffer ist Leiterin des Instituts für Medienverantwortung, www.medienverantwortung.de

Ein 28jähriger aus Rußland stammender Deutscher hat Anfang Juli im Dresdner Landgericht 18mal auf eine 32jährige eingestochen und diese tödlich verletzt. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Täter sein Opfer, eine Ägypterin, als »Islamistin« und »Terroristin« beschimpft. Ist der Mord ein Ergebnis der von Staat und Medien betriebenen islamophoben Stimmungsmache?

Ja, dafür gibt es ausreichend Indizien. Wir sollten uns aber davor hüten, die Einstellungen, die die Tat begünstigten, einer Randgruppe zuzuordnen. Islamfeindlichkeit ist als Ressentiment in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Genügend Untersuchungen belegen dies, und die zugespitzten islamophoben Weblogs sind nur ein Ausdruck dessen, was wir seit über 15 Jahren als Gehirnwäsche in den Mainstream-Medien erleben: die ständige Verknüpfung ...

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