04.07.2009 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Kurras’ Hand wurde von den Westberliner Medien geführt«

Gespräch mit Heinrich Fink und Ralf Reinders. Über den Rechtsstaat Bundesrepublik, den 2. Juni 1967 sowie die radikale Linke im Westen und die DDR

Markus Bernhardt
Heinrich Fink ist emeritierter Professor für Theologie und Vorsitzender der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA). Von 1990 bis 1992 war er Rektor der Humoldt-Universität zu Berlin, von 1998 bis 2002 Mitglied des Bundestages für die damalige PDS.

Ralf Reinders war Mitglied der Bewegung 2. Juni. Er war an der Entführung des CDU-Politikers Peter Lorenz 1975 beteiligt und wurde zu 15 Jahren Haft verurteilt, von denen er zwölf Jahre verbüßte. 1990 wurde er entlassen. Er engagiert sich heute in der Radikalen Linken.

Es wird mal wieder diskutiert, ob die DDR ein Unrechtsstaat war. Ist die BRD ein Rechtsstaat?

Ralf Reinders: Gerade jetzt, wo alle dabei sind, die Geschichte neu zu erfinden und die BRD gesundzuschreiben, sollte man doch mal daran erinnern, wer die Gründer der BRD waren, wer in der Justiz war, wer in der Polizei. Es waren SS-Leute, es waren Wirtschaftsverbrecher und Mörder. So ist die Bundesrepublik e...

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