02.07.2009 / Inland / Seite 5

Gelöbnix kontra Gelöbnis

Mehr als 1000 Soldaten wollen am 20. Juli vor dem Berliner Reichstag aufmarschieren. Bündnis von Kriegsgegnern hält dagegen

Frank Brendle
Vor dem Berliner Reichstagsgebäude werden am 20. Juli 1015 Bundeswehrsoldaten Stellung beziehen: 400 Angehörige des Wachbataillons legen, assistiert von über 600 anderen Soldaten, ihr »öffentliches Gelöbnis« ab. Die Zahlen aus dem Verteidigungsministerium teilte die Bundestagsabgeordnete der Linkspartei Ulla Jelpke am Mittwoch mit. Proteste gegen die Militärzeremonie sind bereits in Vorbereitung.

Das Ministerium hatte Jelpke auf eine Anfrage mitgeteilt, es rechne gegenwärtig damit, daß 2100 »Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens« sowie Angehörige von Rekruten der Einladung auf den Reichstagsrasen folgen. Zu den Eingeladenen gehören die NATO-Botschafter, die Vorsitzenden des DGB und der Gewerkschaft ver.di sowie Repräsentanten von Instituten und Stiftungen. Aus der Rosa-Luxemburg-Stiftung erfuhr jW am Mittwoch, daß auch dort zwei Einladungen eingegangen seien, die aber nicht befolgt würden. Die Zeremonie soll knapp 700000 Euro kosten, von denen das Lan...

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