02.07.2009 / Thema / Seite 10

Für den Endsieg?

Hintergrund: Die arische Warenhaus AG. Teil II (und Schluß): Des Professors Otto Beisheim Traum von einem europäischen Monopol

Otto Köhler
Was bisher geschah: Wir untersuchten die auf der von Focus (»Fakten! Fakten! Fakten!«) geförderten Website sevenload.com sich stellende Frage, ob mit dem Kauf eines Harzer Käses bei Karstadt Israels Politik unterstützt werde. Wir kamen zu dem Ergebnis, daß wir uns ins eigene arische Fleisch schneiden, wenn wir uns unsere Baseballschläger nicht bei Karstadt kaufen. Denn Karstadt – von dem rein arischen Kaufmann Rudolph Karstadt 1881 gegründet – hat zwar im Lauf seiner Geschichte manches jüdische Warenhaus übernommen, aber erst nachdem es sorgfältig gereinigt, also arisiert war. Blieb nur das »jüdische« Bankhaus Sal. Oppenheim, dem knapp 30 Prozent von Karstadt gehörten. Aber die Oppenheims sind längst Christen geworden und wären selbst bei Adenauers strengem Staatssekretär Hans Globke als mindestens Dreiviertelarier durchgegangen – ihre Bank hat schließlich selbst mitarisiert. Gestern waren wir bei der letzten Jahrtausendwende angelangt: ...

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