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02.07.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

»Damm der Angst ist gebrochen«

Proteste im Iran: Nur eine Revolte von unten oder CIA-Neuauflage einer bunten Revolution für den Regimewechsel? Ein Gespräch mit Pedram Shahyar

Rüdiger Göbel
Pedram Shahyar ist Mitglied des ATTAC-Koor­dinierungskreises und gehört zu einem Netzwerk junger Exiliraner in Berlin, das u.a. Solidaritätsdemonstrationen für die Protestierenden in Teheran organisiert

Nach den Wahlen im Iran am 12. Juni ist die hiesige Öffentlichkeit mit Bildern und Berichten von Protesten überhäuft worden. Von taz bis Bild, von Claudia Roth bis Angela Merkel haben sich alle einmütig hinter die »grüne Welle« in Teheran gestellt. Wer war da im Iran alles auf der Straße?

Es ist eine sehr breite Revolte, die sich nicht aus einer Schicht oder einer politischen Strömung speist. Wir erleben die erste Revolution im 21. Jahrhundert in einem Schlüsselland des Nahen Ostens. Wenn Iran von unten verändert wird, wird das den ganzen Nahen Osten verändern. Und zwar in eine emanzipatorischen Richtung. Die Bewegung ist letztlich Ausdruck einer jahrelangen Unzufriedenheit mit einem diktatorischen Regime.

Revolte von unten? Deren Repräsentant Mirhossein M...


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