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29.06.2009 / Feuilleton / Seite 13

»Let it bleed«

Nachrichten von gestern (17)

Kristof Schreuf

Wozu Musik gut sein kann und andere Fragen, erläutert am Beispiel von »Let it bleed«, dem Rolling-Stones-Album von 1969

Gern und immer schon haben sich Sänger als Titel für ihre Songs Titel von Büchern gewählt. Ian Curtis etwa las Nikolai Gogols »Tote Seelen«, eine mitreißende, lebenspralle Satire über die gesellschaftlichen Zustände in Rußland zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts. Daraus wurde der wesentlich weniger gutgelaunte, dafür aber reichlich wichtigtuerische Song »Dead Souls » von Joy Division.

Jim Morrison hat vielleicht mal auf den Buchrücken eines Romans über einen rede- und streitfreudigen Armenarzt geschaut, das Alter ego des zur Zeit der Niederschrift noch fast punkig scharfen, später leider antisemitischen Kläffers Louis-Ferdinand Céline. Aus der »Reise ans Ende der Nacht« wurde »End of the night«.

Morrison und Curtis paßten literarische Verweise gut in den Kram. Mit ihnen ließen sich ...



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