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20.06.2009 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Der Schwarze Kanal: Asoziale Revolution

Werner Pirker
Natürlich sind in Bewegung geratene Menschenmassen beeindruckend. Wenn sie zur »kritischen Masse« werden, eherne Gesetze außer Kraft setzen, die Verhältnisse umstürzen – oder auch kämpfend untergehen. Und natürlich werden in Bewegung geratene Menschenmassen von den um ihre Vormachtstellung und Privilegien Fürchtenden verabscheut. Die Revolution sei eine anormale Erscheinung, eine in den Untergang führende Massenhysterie, lautet die alte konterrevolutionäre Leier. Massenaufläufe betrachtet das auf seine Souveränität bedachte bürgerliche Individuum nicht nur als ästhetischen Skandal, sondern auch als Großangriff auf die persönliche Freiheit und Vorboten einer totalitären Gesellschaft.

Nach dem Scheitern der sozialistischen Systemalternative aber scheint die Revolution ihren Schrecken für das liberale Bürgertum endgültig verloren zu haben. Während in den Ländern des entwickelten Kapitalismus jegliche soziale Debatte abgewürgt und allein schon die Ande...

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