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12.06.2009 / Feuilleton / Seite 13

Im Jachthafen von Cannes

Schröder & Kalender. Keine Hintergedanken sind das Schlimmste, was einem auf einer Jacht passieren kann

Jörg Schröder/Barbara Kalender
Ich war auf dem Weg ins Tarn, um dort mit Esteban López an seinem Buch »Fleisch für Vegetarier« zu arbeiten. In Cannes machte ich Station, dort wollte ich Yvonne treffen, eine Amerikanerin mit deutscher Mutter, die ich bisher nur aus ihren Briefen kannte. Gerade waren die ersten Bände der Upton-Sinclair-Ausgabe erschienen, Yvonne hatte »Boston« übersetzt, die Geschichte von Sacco und Vanzetti.

Als Adresse hatte Yvonne mir ein Boot im Jachthafen von Cannes genannt, wo die Kähne der Bunte-Globetrotter liegen, der lederhäutigen ollen Adeligen und Society-Hyänen, die dort vor sich hin leben wie in einer Schrebergartenkolonie. Schon alles großer Luxus, jedoch deren Körperhaltung ist die nachlässige, versonnene des Schrebergärtners. Die wenigen eleganten Gesten heben sie sich für die Lifestyle-Magazine auf, wenn ein Fotograf in der Nähe ist, sonst sind sie eher rührend anzusehen. Ich kann nur jedem raten, sich drei-, viermal den Luxus zu leisten und von solche...

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