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12.06.2009 / Feuilleton / Seite 13

Gern ins Kaufhaus Fix

Hans Otto Bräutigam stellte in Potsdam sein Buch »Ständige Vertretung« vor

Arnold Schölzel
Die DDR wirkt derzeit wieder einmal als medialer Pulsbeschleuniger und Doping des politischen Alltags – die bundesdeutsche »Elite« kommt nicht vom ostdeutschen Staat los. Umso wichtiger scheint es, auf ein Buch hinzuweisen, das die Ausnahme von der Regel repräsentiert: Hans Otto Bräutigams »Ständige Vertretung«. Der Jurist, Diplomat und ehemalige Justizminister Brandenburgs (1990 bis 1999) beschreibt in ihm vor allem seine Jahre in Ostberlin als Leiter der bundesdeutschen »Botschaft« (1982 bis 1989) und die Entwicklung der deutsch-deutschen Beziehungen seit der »Neuen Ostpolitik« Willy Brandts. Er tut das in sachlicher, oft spröder Weise, penibel und fast ausschließlich auf Tatsachen und selbst Erlebtes konzentriert. Vor allem – und das ist eine Rarität – folgt er einem Ethos des Umgangs mit dem ostdeutschen Staat, seinen Behörden (einschließlich Staatssicherheit) und Bewohnern, das mit dem Begriff Fairneß nur unzulänglich beschrieben is...

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