02.06.2009 / Inland / Seite 5

Neue Tradition begründet

Im bayrischen Mittenwald wurde ein Denkmal für die Opfer der Gebirgstruppen enthüllt. Gemeinde ignorierte die Veranstaltung

Das bayrische Städtchen Mittenwald ist mittlerweile bundesweit bekannt: als der Ort, an dem sich Angehörige der Gebirgsjäger der Bundeswehr in trauter Gemeinsamkeit mit alten Nazis und Kriegsverbrechern alljährlich zu ihrem Pfingsttreffen versammeln. Seit 2002 organisieren Antifaschisten Proteste gegen diese Art der distanzlosen Traditionspflege – und begründeten damit eine neue Tradition, die eigentlich auch den Offiziellen dieses Landes zur Ehre gereichen würde. In diesem Jahr fand das Gebirgsjägertreffen wegen der zu erwartenden Gegendemonstrationen bereits am 17. Mai statt.

Die antifaschistischen Veranstaltungen haben sich trotzdem auf das Pfingstwochenende konzentriert. Sie fanden ihren Höhepunkt am Samstag, als der Arbeitskreis »Angreifbare Traditionspflege« auf dem Mittenwalder Bahnhofsvorplatz ein fast zwei Meter hohes Denkmal für die Opfer von Verbrechen der Gebirgsjägereinheiten der faschistischen Wehrmacht enthüllte. An der Feierlichkeit...

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