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29.05.2009 / Thema / Seite 10

Für die Unterklasse

Bildende Kunst. Zum 130. Geburtstag des Kunsthistorikers Richard Hamann

Jost Hermand
In Zeiten einer sich immer stärker ent­historisierenden Kunstbetrachtung scheint es mir wichtig, an einen Kunsthistoriker wie Richard Hamann zu erinnern, der in Forschung und Lehre stets von universalgeschichtlichen und zugleich sozialbetonten Gesichtspunkten ausgegangen ist. Eine unverbindliche Kunstschmuserei lag ihm ebenso fern wie eine positivistische Kleinlichkeitskrämerei, ein strukturalistisch ausgerichteter Formalismus oder gar eine ichbetonte Psychologisierung. Er verstand sein Wirken noch im besten Sinne als »volksbildnerisch«, was ihn immer wieder in Kontroversen mit rangbetonten oder personenkultisch eingestellten Regimen verstrickte. Seine Biographie ist daher nicht nur das Spiegelbild einer beachtenswerten akademischen Karriere, sondern zugleich eine höchst lehrreiche Einführung in den wechselvollen Verlauf der deutschen Geschichte der ersten sechs Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts.

Ein wahrer Bekenner

Richard Hamann kam am 29. Mai 1879 –...

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