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19.05.2009 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kein billiges Öl mehr

Spekulation hin, schleppender Pkw-Absatz her: Trotz Wirtschaftskrise bleibt der Preis für den fossilen Energieträger hoch. Hinweis auf beginnende Verknappung

Wolfgang Pomrehn
Was ist eigentlich mit dem Ölpreis los? Noch vor einem Jahr, als er schwindelerregende Höhen von fast 150 US-Dollar pro Faß (159 Liter) erklomm, sprach alle Welt von ihm. Auch die großen Medien entdeckten auf einmal ein Thema, das zuvor nur in einer relativ kleinen Schar interessierter Fachleute und Laien diskutiert worden war: Peak Oil, die absolute Obergrenze der globalen Förderrate. Ist diese bereits erreicht oder wird es demnächst sein, lautet die entscheidende Frage? Danach ginge es nämlich, so viel ist unstrittig, mit der Förderung unweigerlich ab- und mit dem Preis aufwärts, weil die Lagerstätten sich schneller erschöpfen, als neue gefunden oder erschlossen werden könnten. Bei ähnlichem oder nur leicht sinkendem Ölkonsum, versteht sich.

Inzwischen ist der Medienzirkus weitergezogen und das Thema aus der öffentlichen Wahrnehmung wieder verschwunden. Vollkommen zu Unrecht, denn der Preis für das Schmiermittel der Weltwirtschaft zeigt immer noch ein ...

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