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19.05.2009 / Inland / Seite 4

Propaganda für die Asse

Atomlobby finanzierte Öffentlichkeitsarbeit für das bundeseigene Bergwerk

Max Eckart
Wir doch nicht!« Allergisch reagiert die Atomlobby stets auf Forderungen, die Energieversorger sollten sich an den Kosten für die Sanierung des vom Absaufen und Einstürzen bedrohten Atommüllagers Asse beteiligen. Schließlich stamme der Löwenanteil der dort eingelagerten Abfälle nicht von den AKW-Betreibern, sondern aus öffentlichen Forschungseinrichtungen. Zwar ist das längst widerlegt, doch hält die Atomwirtschaft unbeirrt an der Behauptung fest, es handele sich bei der Asse um eine »Einrichtung der öffentlichen Hand«.

Genug Geld für die Öffentlichkeitsarbeit zu dem maroden Bergwerk haben die Energiekonzerne aber schon gehabt. Das Deutsche Atomforum bestätigte gestern entsprechende Zahlungen. Es habe zwischen 1997 und 2002 eine finanzielle Beteiligung gegeben, sagte der Sprecher des Atomforums, Maik Ressel, der jungen Welt. Das Geld sei für Besucherführungen durch das Bergwerk verwendet worden.

Der Spiegel hatte am Wochenende berichtet, in dem genannte...



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