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18.05.2009 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Banco del Sur gestartet

Entwicklungsbank von sieben Staaten Südamerikas beginnt Geschäftstätigkeit. Größere Unabhängigkeit von IWF, Weltbank und westlichen Kreditgebern

Andreas Knobloch, Sao Paulo
Bei ihrem Treffen am 9. und 10. Mai in Buenos Aires einigten sich die Finanzminister von sieben südamerikanischen Staaten auf die letzten Eckpunkte für die Gründung der Banco del Sur (Bank des Südens). Das Institut kann damit eineinhalb Jahre nach seiner Gründung endlich die Geschäftstätigkeit aufnehmen.

Die Vertreter der Mitgliedsstaaten Argentinien, Brasilien, Uruguay, Paraguay, Ecuador, Venezuela und Bolivien einigten sich über die Finanzausstattung und die Stimmenverteilung bei dem Geldinstitut. Demnach wird die Banco del Sur wie angekündigt ein Gründungskapital von sieben Milliarden US-Dollar (knapp 5,2 Milliarden Euro) haben. Diese Summe war bereits bei einem vorherigen Treffen vereinbart worden, jetzt gaben die Staatsvertreter auch die genaue Aufteilung bekannt: Die großen Staaten – Argentinien, Brasilien und Venezuela – bringen jeweils zwei Milliarden US-Dollar ein, Uruguay und Ecuador steuern jeweils 400 Millionen bei, während Paragu...

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