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09.05.2009 / Ausland / Seite 7

Gerettet und verjagt

Bootsflüchtlinge aus Libyen abgeschoben. Proteste gegen menschenverachtende Flüchtlingspolitik der italienischen Regierung

Micaela Taroni, Rom
Die italienische Regierung hat am Donnerstag im Mittelmeer gerettete Bootsflüchtlinge nach Libyen abgeschoben, statt ihnen die Möglichkeit zu geben, in Italien Asyl zu beantragen. Die Migranten durften den italienischen Boden nicht betreten. Aktivisten linker Parteien und verschiedener Menschenrechtsorganisationen demonstrierten am Freitag vor dem Regierungssitz in Rom gegen diese menschenverachtende Flüchtlingspolitik. Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR), die Menschenrechtsorganisation Amnesty International und Human Rights Watch hatten die Entscheidung Roms scharf kritisiert und der italienischen Regierung vorgeworfen, internationales Recht zu verletzen. Der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano beklagte eine beunruhigende Intoleranz gegenüber dem Schicksal der Flüchtlinge.

Fragwürdiges Abkommen

Die Regierung in Tripolis habe der sofortigen Rücknahme der 227 Flüchtlinge zugestimmt, die von Libyen aus die Reise nach Europa angetreten hatten, er...

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