02.05.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

Propaganda in Zeiten des Grauens

Die srilankische Armee setzt ihren Vernichtungskrieg fort und stößt lediglich auf zaghafte internationale Kritik

Raoul Wilsterer
Im Nordosten Sri Lankas herrscht Vernichtungskrieg, den die Regierung in Colombo bis zum Endsieg weiterführen will. Nichts ansatzweise scheint sie internationale Kritik zu beeindrucken, und zuletzt ließ sie am Mittwoch auch die Außenminister Großbritanniens und Frankreichs abblitzen, die in die Hauptstadt des Inselstaats gereist waren, um einen Waffenstillstand zu erbitten. Zuvor war die UNO diesbezüglich bereits mehrfach gescheitert, und tatsächlich deutet alles darauf hin, daß die singhalesische Staatsführung ihren Versuch fortsetzen wird, das Tamilenproblem militärisch zu lösen.

Zu halbherzig, ja kleinlaut klingen die jüngsten Erklärungen des Scheiterns von Bemühungen zur Konfliktlösung. Nach einem Besuch in Colombo meinte beispielsweise Frankreichs Außenamtschef Bernard Kouchner am Mittwoch, man hätte sich »sehr bemüht«, doch hänge es »letztlich von der Regierung in Colombo ab, ob sie eine Feuerpause gewähre«. Und sein britischer Amtskollege David Mi...

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