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27.04.2009 / Inland / Seite 2

»Ein klares Nein, wenn es nötig ist«

Kritiker des GEW-Vorstandes fordern Positionierung gegen »Hartz IV« und »Bologna-Prozeß«. Ein Gespräch mit Benjamin Ortmeyer

Rainer Balcerowiak, Nürnberg
Benjamin Ortmeyer ist Dozent am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main und war bis 2008 Vorstandsmitglied der GEW in Frankfurt

Sie werfen der GEW vor, in zentralen gesellschafts- und bildungspolitischen Fragen klare Positionierungen zu vermeiden. Was sind für Sie die gravierendsten Beispiele?

Meine zentrale Kritik an der GEW ist es, kein deutliches Nein zu den Hartz-IV-Gesetzen ausgesprochen zu haben. Obwohl diese Gesetze einen entscheidenden Beitrag zur staatlich geförderten Kinderarmut leisten. Bildungspolitisch ist vor allem fatal, daß der »Bologna-Prozeß« zum marktgerechten Umbau der Hochschulen nicht eindeutig abgelehnt wird. Zudem sollen auf diesem Gewerkschaftstag wichtige kontroverse Debatten in der GEW, z.B. zum wiedererstarkenden Nationalismus und zur Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit inklusive der Nutzung eines vormals »arisierten« Hauses in Hamburg, ausgespart werden.

Ihn...


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