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27.04.2009 / Feuilleton / Seite 13

Die eigenen Gesetze

So schnittig wie reaktionär: Die US-Fernsehserie »The Shield« propagiert den sportlich-dynamischen Polizeistaat

Thorsten Kraechan
Die korrupten Cops des Los Angeles Police Departments (LAPD), vor allem ihre skandalumwitterten Sondereinheiten, sind schon seit längerem Teil der Popkultur: Sie tauchen im Computerspiel »Grand Theft Auto« auf, der Rapper Xzibit verhöhnte sie im Song »Ram Part Division« als rassistisch-sexistische Gewalttäter. Von ihnen handelt auch »The Shield«, derzeit eine der erfolgreichsten Polizeiserien der USA. Die fünfte Staffel liegt nun in deutscher Synchronfassung auf DVD vor.

In »The Shield« sollen der bärbeißige Glatzkopf Vic Mackey (Michael Chiklis) und sein »Strike Team« in den von Gang Riots und Drogenhandel heimgesuchten Randbezirken von Los Angeles für Ruhe und Ordnung sorgen. Um sich von der biederen Moral im Law&Order-Stil oder dem stereotypen Cyber-Chic der CSI-Serien abzuheben, setzte Erfinder Shawn Ryan auf den Dokumentareffekt hektischer Handkameras, rasante Schnitte und herbe Fluchkultur, um den Anschein eines dreckigen Realismus zu erwecken.

Mi...



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