Der Schwarze Kanal
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25.04.2009 / Feuilleton / Seite 12

Haus von unten

In Berlin wurde der Film »Das Herz von Jenin« gezeigt, um für ein Kino vor Ort Geld zu sammeln

Kolja Runge
Ein Herz für Dschenin« fordert so bildhaft-falsch wie charmant Desiree Nosbusch vom Publikum im Berliner Radialsystem V, einem hübsch hergerichteten Kulturzentrum direkt an der Spree. Auf der Bühne der »Cinema for Jenin Night« sitzen am Dienstag abend Ismail Khatib, Vater eines von israelischen Soldaten erschossenen Jungen, Dokumentarfilmer Markus Vetter und Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

Ex-Teeniestar Nosbusch, in die laut Bild am Sonntag fast jeder deutsche Mann schon mal verliebt gewesen sein soll, steht als Sympathieträgerin auf der Bühne, um Geld zu sammeln für Dschenin. Die Kleinstadt im Westjordanland wurde 2002 weltbekannt, als nach einem Attentat mit 30 Todesopfern in Netanja, zu dem sich sie die Hamas bekannte, die israelische Armee mit Panzern und Bulldozern in das Flüchtlingslager von Dschenin eindrang. Dabei starben 22 israelische Soldaten und bis zu 500 Palästinenser, die Angeben differieren stark.

Am 5. November 2005 schoß in Dsch...



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