Der Schwarze Kanal
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24.04.2009 / Inland / Seite 4

Parlament streitet um Frauenrechte

Bei sogenannten Spätabtreibungen droht eineVerschärfung der medizinischen Indikation

Kirsten Achtelik
In die Diskussion um eine Veränderung der medizinischen Indikation des Schwangerenkonfliktgesetzes – die so genannte Spätabtreibungsdebatte – ist diese Woche Bewegung gekommen. Damit ist eine verschärfende Veränderung des Gesetzes wahrscheinlicher geworden. Drei Gruppen von Bundestagsabgeordneten haben sich Anfang dieser Woche auf einen gemeinsamen Entwurf geeinigt.

Hintergrund der Debatte: Abtreibungen sind in Deutschland grundsätzlich strafbar, bleiben aber innerhalb der ersten zwölf Schwangerschaftswochen nach einer vorhergehenden Beratung straflos. Bei drohenden gesundheitlichen Gefahren für Mutter und Kind sind Abbrüche auch zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Von insgesamt rund 115000 gemeldeten Schwangerschaftsabbrüchen im Jahr 2008 erfolgten laut Statistischem Bundesamt knapp 3000 aufgrund einer medizinischen Indikation. 231 Fälle davon waren Spätabtreibungen ab der 23. Woche – einem Zeitpunkt, zu dem ein Ungeborenes in der Reg...

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