Der Schwarze Kanal
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24.04.2009 / Inland / Seite 2

»Nur ein Drittel geht tatsächlich in die Bildung«

Der Hochschulpakt II sieht 18 Milliarden Euro vor. Linksfraktion legt eigenen Antrag zur Studienfinanzierung vor. Ein Gespräch mit Nele Hirsch

Ralf Wurzbacher
Nele Hirsch ist bildungspolitische ­Sprecherin der Bundestagsfraktion Die Linke

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GKW) von Bund und Ländern hat sich am Mittwoch darauf verständigt, zusätzlich 18 Milliarden Euro bis zum Jahr 2019 in die Hochschulen investieren zu wollen. Warum ist das für Sie immer noch viel zu wenig?

Auf den ersten Blick hört sich das nach viel Geld an – bei genauerem Hinsehen zeigt sich allerdings, daß nur etwa ein Drittel tatsächlich für Bildung ausgegeben werden soll. Der Rest fließt in die Forschungs- und Spitzenförderung. Die sogenannte Exzellenzinitiative, deren Neuauflage 2,7 Milliarden Euro kosten soll, läuft den Ausbauzielen des Hochschulpakts sogar entgegen. Die Anträge der beteiligten Hochschulen sehen häufig eine deutliche Reduzierung ihrer Studienplatzzahlen vor, um die Drittmittelakquise, ein hochselektives Studienangebot und die PR-Aktivitäten ausbauen zu können.

Ist es nicht schon ein Erfolg an sich, daß überhau...


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