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24.04.2009 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Mexiko rüstet gegen Krise

IWF räum der zweitgrößten Volkswirtschaft Lateinamerikas Kredit in Rekordhöhe ein. Strukturelle Probleme bleiben ungelöst

Andreas Knobloch, Sao Paulo
Es ist paradox. Da verordnet der Internationale Währungsfonds (IWF) in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Staaten jahrelang rigide Sparprogramme und Strukturanpassungsmaßnahmen – die euphemistische Umschreibung für die Kürzung staatlicher Ausgaben, vor allem bei den Sozialleistungen – Privatisierungen und Einschränkungen bei der Kreditvergabe. Und nun, da eine Finanz- und Wirtschaftskrise weltweit immer weitere Kreise zieht, ergreifen die Regierungen der Industriestaaten genau entgegengesetzte Maßnahmen zu denen, die sie im Einklang mit dem IWF der restlichen Welt diktiert haben: mehr Regulierung, Verstaatlichung von Banken, Infrastrukturprogramme aus Steuermitteln.

Rufe nach einer Reform des IWF wurden immer lauter. Doch viel passierte bisher nicht. Lediglich die Instrumente der Kreditvergabe wurden krisenbedingt neu justiert. Und nun heißt das Motto offenbar, abwarten, bis sich der Sturm gelegt hat, und hoffen, daß man das Ganze ohne wei...

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