20.04.2009 / Titel / Seite 1

Nur noch mit Kuba

André Scheer
Als hoffnungsvollen Neuanfang der Beziehungen zwischen den USA und Lateinamerika haben die meisten Staats- und Regierungschefs der Region den Verlauf des Amerika-Gipfels in Trinidad und Tobago eingeschätzt, der am Sonntag nach Redaktionsschluß dieser Ausgabe zu Ende gegangen ist. Bis zuletzt blieb fraglich, ob sich die Teilnehmer des Treffens auf eine gemeinsame Abschlußerklärung einigen konnten, nachdem Staaten wie Venezuela, Ecuador, Nicaragua, Honduras und Bolivien angekündigt hatten, das Dokument nicht zu unterzeichnen, weil es nicht auf die gegenwärtigen Herausforderungen in der Region eingehe und zugleich die Ausgrenzung Kubas beibehalte.

Neben Fragen der Förderung alternativer Energien blieb das Verhältnis zu Kuba das bestimmende Thema der Beratungen. Nicaraguas Präsident Daniel Ortega sagte, er schäme sich, an einem Gipfeltreffen teilzunehmen, von dem Kuba ausgeschlossen ist. Auch der bolivianische Staatschef Evo Morales betonte, dies müsse der l...

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