16.04.2009 / 73 / Seite 15

Studieren für die NATO

Deutsche Universitäten arbeiten immer enger mit dem Militär zusammen. Beispiele aus Karlsruhe, Potsdam und Berlin

Elsa Koester
Auf dem Jubiläumsgipfel in Strasbourg hat die NATO den Ausbau zivil-militärischer Zusammenarbeit beschlossen. Hintergrund ist eine Strategie, die im Militärjargon als »vernetzte Sicherheit« diskutiert wird: In Kooperation mit zivilen Akteuren »stabilisiert« das Militär Krisenregionen und Staaten. An deutschen Universitäten ist die zivil-militärische Zusammenarbeit in Form von Militärforschung bereits Gang und Gäbe. Sie wird nun forciert – gegen noch schwache Proteste.

Die Universität Karlsruhe zum Beispiel wird gerade mit dem Forschungszentrum Karlsruhe zum »Karlsruhe Institute of Technology« (KIT) zusammengeführt. Gewerkschaften und Hochschulgruppen kämpften in den vergangenen Monaten dafür, daß eine Zivilklausel der Universität für das entstehende KIT übernommen wird: »Die Einrichtung verfolgt nur friedliche Zwecke«. Seit Anfang April liegt der Gesetzesentwurf des Landes Baden-Württemberg für Forschung und Lehre am KIT vor. Er besagt, daß der Gro...

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