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14.04.2009 / Inland / Seite 4

Gleichsetzung gepredigt

Militärbischof stellt Kommunisten und Nazis auf eine Stufe. Der Augsburger Walter Mixa läßt auch zu Ostern keine Provokation aus

Ulla Jelpke
Militärbischof Walter Mixa aus Augsburg blieb auch Ostern seinem Ruf als berüchtigter Hardliner der katholischen Kirche treu. Während andere Geistliche die Osterpredigten unter anderem dazu nutzten, um die Raffgier von Managern zu verurteilen, fiel Mixa einmal mehr durch sein verqueres Geschichtsverständnis auf. Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch zum Beispiel stellte bezüglich der Wirtschaftsbosse fest: »Von einer Gier nach immer mehr infiziert, lassen sie keinerlei Solidarität mehr erkennen mit den vielen Menschen, die tagtäglich ihre Arbeit verläßlich und verantwortungsvoll tun.« Mixa hingegen warnte in seiner Ansprache vor einem »aggressiven Atheismus« in Deutschland. Eine Gesellschaft ohne Gott sei die Hölle auf Erden, so der Augsburger Bischof. »Die Unmenschlichkeit des praktizierten Atheismus haben im vergangenen Jahrhundert die gottlosen Regime des Nationalsozialismus und des Kommunismus mit ihren Straflagern, ihrer Geheimpolizei und ihren ...

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