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06.04.2009 / Inland / Seite 4

Polizei prügelt für NPD

Berlin: Voigt weiterhin Vorsitzender der Neonazipartei. Beamte räumten Delegierten den Weg frei

Markus Bernhardt
Udo Voigt hat es geschafft. Er ist alter und neuer Bundesvorsitzender der neofaschistischen NPD, die am Samstag und Sonntag ihren Bundesparteitag im Ernst-Reuter-Saal des Rathauses Reinickendorf in Berlin abhielt. Entgegen der Erwartungen setzte sich der 56jährige Rechtsextremist bei einer Kampfabstimmung gegen seinen Herausforderer, den Vorsitzenden der NPD-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern, Udo Pastörs, durch. Voigt, der die aktuell von Finanzquerelen und massiven Flügelkämpfen geplagte Partei seit nunmehr 13 Jahren anführt, vereinte zwar nur magere 136 Delegiertenstimmen auf sich, setzte sich jedoch damit klar gegen Pastörs durch, der 72 Stimmen erhielt. Als stellvertretende Parteivorsitzende wurden indes Karl Richter, Frank Schwerdt und Jürgen Rieger gewählt.

Die Wiederwahl Voigts dürfte jedoch keineswegs dazu beitragen, daß die neofaschistische Partei zukünftig ein geschlossenes Bild abgibt. Von den sogenannten »Freien Kameradschaften«, mit...

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