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04.04.2009 / Inland / Seite 8

»Die Sensationslust der Medien nimmt ständig zu«

ATTAC kritisiert verzerrte Berichterstattung über demokratischen Protest. Redakteure haben Klischeebilder im Kopf. Gespräch mit Pedram Shahyar

Gitta Düperthal
Pedram Shahyar ist Sprecher von ATTAC Deutschland

Der Koordinierungskreis von ATTAC Deutschland wirft den Medien vor, sie hätten vielfach ein falsches Bild der jüngsten Protestdemonstrationen gezeichnet. Die Berichterstattung sei auf Gewalt fixiert und habe oft nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Können Sie das mit konkreten Beispielen erläutern?

Viele Menschen haben vor einer Woche in Berlin und Frankfurt/Main friedlich gegen das unsoziale Krisenmanagement der Regierenden und die desaströse Geschäftspolitik der Banken demonstriert. Reporter führten jedoch stattdessen in aller Ausführlichkeit Rangeleien mit der Polizei vors Auge, die jeweils nur am Rande stattfanden. Bilder von Ausschreitungen bestimmten die Berichterstattung, obgleich doch Zehntausende ihren Protest lautstark und gewaltfrei äußerten. Spiegel-TV hat über die Berliner Kundgebung von purer Sensationslust geleitete Beiträge gesendet – und erweckte so den Eindruck, als hätten kriegsähnl...

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