Gegründet 1947 Donnerstag, 22. August 2019, Nr. 194
Die junge Welt wird von 2208 GenossInnen herausgegeben
03.04.2009 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kommando zurück

Schlechte Nachricht aus London: Der Kapitalismus wird nicht abgeschafft. Gipfel will Welthandel und IWF stärken sowie Finanzmärkte ein bißchen regulieren

Klaus Fischer
Was sollen zwei Dutzend Anführer gegen eine Krise tun, die sie nicht richtig begreifen, deren Wirkungen allerdings den Laissez-faire-Kapitalismus in Erklärungsnöte gebracht hat? Klar, etwas Publikumswirksames, etwas mit viel Geld und markigen Worten, das aber möglichst wenig am Status quo ändert. Der Londoner G-20-Gipfel bot genau das.

Show für das Publikum: Ein Auftrieb der vermeintlich Mächtigen dieser Erde in den Kulissen einer jahrhundertelang bewährten Schurkenökonomie. London als Gastgeber für ein Treffen der wichtigsten Wirtschaftsnationen zu wählen zeigt absoluten Beharrungswillen – denn außer New York und Berlin eignet sich die Themsemetropole wohl am wenigsten, um irgendeine Art Aufbruchsignal für die Ökonomie des 21. Jahrhunderts zu senden. Es ist die Stadt der alten Zöpfe, die heute im feinen Zwirn daherkommen und mit Zehnpfund-Noten den Demonstranten zuwinkten. Seit dem 17. Jahrhundert werden die Geldströme dieser Welt mit List und mil...

Artikel-Länge: 3766 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €