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01.04.2009 / Ausland / Seite 6

Dokumente beweisen Völkermord

Verfahren gegen Expräsident Guatemalas kann weitergehen

Christian Jakob, Guatemala-Stadt
Die Verantwortlichen zahlreicher Massaker während des guatemaltekischen Bürgerkriegs geraten unter Druck. Belastende Militärdokumente wurden Staatspräsident Alvaro Colom offenbar aus Armeekreisen zugespielt. Der laufende Prozeß gegen sieben Angehörige der damaligen Regierungen wegen Völkermords könnte dadurch ein entscheidendes Stück vorankommen.

Anfang März hatte Coloms Verteidigungsminister Abraham Valenzuela behauptet, die für das Genozidverfahren wichtigsten Armeedokumente seien verschwunden. Das Verfassungsgericht hatte nach jahrelangem Rechtsstreit 2007 die Geheimhaltung von vier Strategieplänen, die vor allem die Verantwortung von Expräsident Efraín Ríos Montt für Hunderte Massaker an Indigenen in den Jahren 1982 und 1983 belegen sollen, aufgehoben. Als Valenzuela die Dokumente übergeben sollte, erhielt seine Familie nach Angaben von Präsident Colom Morddrohungen »von hochrangigen Exmilitärs, die wegen der Archive hypernervös sind« (siehe junge We...

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