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31.03.2009 / Ausland / Seite 7

Risse im Gebälk

Der als Gipfel innerkoreanischer Wirtschaftskooperation gepriesene Gaeseong-Industriekomplex ist gefährdet

Rainer Werning
Am 15. Juni 2000 war die Stimmung auf der koreanischen Halbinsel so euphorisch wie noch nie seit den Staatsgründungen beider Korea im Jahre 1948. In Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang unterzeichneten die Staatschefs beider Länder, Kim Dae-Jung und Kim Jong-Il, feierlich die Gemeinsame Nord-Süd-Erklärung. Sie sah nicht nur eine enge Zusammenarbeit auf sämtlichen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens vor. Auch ökonomisch legte dieser erste innerkoreanische Gipfel den Grundstein für eine bis dahin kaum für möglich gehaltene Kooperation.

Protest gegen Manöver

Bedeutsamster Ausdruck dieses Schulterschlusses ist der Gaeseong Industrial Complex (GIC) unweit des 38. Breitengrads und der sogenannten Entmilitarisierten Zone (DMZ), die beide Länder seit dem Ende des Korea­krieges im Juli 1953 teilt. Nordkoreas südlichste Stadt Gaeseong war während des Krieges nahezu völlig zerstört worden. Im GIC, dessen Aufbau im April 2004 beschlossen wurde, ist Südkorea mit Kapital u...

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