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31.03.2009 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Moskau öffnet Tresore

Weltwirtschaftskrise zwingt zum Einsatz der Devisenreserven. Regierung will nicht nur Oligarchen, sondern allen Bürgern beispringen. Putin für »Sozialsystem auf Weltniveau«

Tomasz Konicz
Ist Rußland bereits über den Berg, oder taumelt es am Abgrund? In den Führungsgremien gibt es dazu derzeit Meinungsverschiedenheiten. So erklärte der stellvertretende Vorsitzende der russischen Zentralbank, Alexej Uljukajew, gegenüber dem Radiosender Echo Moskau am vergangenen Freitag: »Ich denke, die schärfste Phase der Krise ist überstanden.« Zur Begründung führte er die stabile Lage auf den heimischen Finanzmärkten an. Der Kapitalabfluß ebbe ab, ausländische Investoren kauften wieder vermehrt russische Aktien, so Uljukajew.

Tatsächlich konnte die Talfahrt des Aktienindex RTS gestoppt werden. Auch gelang es der Zentralbank, den Verfall des Rubel aufzuhalten. Die russischen Währung hatte sich von 35 Rubel je Euro im September 2008 auf einen Eurokurs von derzeit 45 Rubel verbilligt, doch seit Jahresbeginn blieb dieser Wert stabil. Doch der Preis war hoch: Im Ergebnis mehrerer Interventionen sanken die Devisenreserven der Zentralbank von 476 Milliarden US...

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