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31.03.2009 / Feuilleton / Seite 12

Alles geht auf

Eine großartige Stimme und 13 Ausrufezeichen: Pepi Ginsberg singt und schreibt naiv repolitisierten Folk

Robert Best
Folk-Musik ist entweder politische Agitation oder romantischer Schlager. Das jedenfalls galt bis zu dem Tag, an dem Pepi Ginsbergs »Red« erschienen ist. Das Debüt-Album der 24jährigen Amerikanerin paßt zum amerikanischen Obama-Zeitalter wie die Erdnußcreme aufs Brot. Denn in der Nation, die einen Präsidenten wie den Messias feiert, kann die Begleitmusik nicht nur von Bruce Springsteen, Bono und Beyoncé kommen (letztere hatte ein paar Jahre vorher mit Destiny’s Child übrigens noch für Bush gesungen). Sondern vor allem von all den Beschwörern und Mystikern aus den unteren Bezirken der New-Folk- und Indie-Szene.

Pepi Ginsberg ist eine junge Frau mit dem Gemüt eines grundeinverstandenen Hippiekindes, hörbarer Abenteuerlust und dem Duktus von Bob Dylan. Was sich, nebenbei bemerkt, als unerwartet ansprechende Mischung erweist. Das Foto auf Ginsbergs Myspace-Seite wirkt zwar wie das Porträt einer jungen Heiligen, und ihre Musik nennt sie »religiös«. Ebend...

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